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Nepal • Bhutan – Asien ist wie Europa, nur halt anders.

14 Tage Kultur- und Naturrundreise vom 20.02. – 06.03. 2015

Hallo Asien-Team,

nach Abschluss der eindrucksvollen Reise wollen wir Ihnen einen kleinen Bericht abgeben.

Als Westeuropäer ohne Asienerfahrung ist die erste Reise in eine fremde Welt etwas Besonderes. Wir hatten vielleicht eine Ahnung, aber keine Vorstellungen oder Erwartungen.

Kathmandu hat uns gleich am ersten Tag fasziniert: Trotz der Verkehrsmassen und den ständig ertönenden Hupen ist keine Hektik zu verspüren. Ein rücksichtsvolles Mit- und Durcheinander nach Regeln, die nur ein Einheimischer wirklich verstehen kann.

Diese ersten Eindrücke begleiteten uns während des gesamten Aufenthalts im Kathmandutal. Diverse Tempel, Plätze, Einrichtungen, von denen einige (sechs im regulären Tourenplan) Weltkulturerbe sind, haben wir besucht, begleitet vom deutschsprachigen Guide Bidur, der uns half, im Chaos ein System zu finden. „Meine lieben Gäste“ so begann er seine Ausführungen und so fühlten wir uns auch, wie seine lieben Gäste.

Natürlich hat die Stadt nicht nur schöne Seiten: Dreck, Armut und ständige Stromausfälle sind ebenso Bestandteil wie Gleichmut, Freundlichkeit und Offenheit gegenüber anderen Kulturen.

Dann kam der Flug nach Bhutan mit der Chance dem Berg der Berge ein Foto zu entlocken. Ein kleiner Tipp: Linksseitig fliegen, Reihe acht am Fenster ist spitzenmäßig.

Bhutan, die Schweiz des Himalaya, empfing uns mit Ruhe, sauberer Luft und klarem Wasser. Die Umstellung war groß wie die Berge. Und weil sie so viele hohe Berge in Bhutan haben, geben sie nur denen über 5000 Meter Höhe einen Namen, verriet uns unser bhutanischer Guide Chencho, der verschmitzt, fachkundig und voller Stolz sein Land präsentierte.

Obwohl Bhutan recht klein ist, gibt es viel zu sehen und Chencho zeigte uns – gefühlt – alles. Frühes Aufstehen, damit wir als erste bei klarer Sicht auf dem Pass sind, wurde mit erstklassigen Fotos belohnt. Des Weiteren gab es: Ein Überraschungspicknick mit Bogenschießen in der Wildnis, Klosterburgen, einen Lagerfeuerabend, Briefmarken mit dem eigenen Konterfei, ein buntes Klosterfest und die Besteigung des Tigernest bei Schneefall.

Letzteres war ein rutschiges Unternehmen, bei dem auch Chencho etwas mulmig vor Sorge war, schließlich schneit es so stark nur äußerst selten dort und es gab keine Erfahrungswerte. Bei uns gab es aber keine Ausfälle, nur zwei drei Ausrutscher, die kleine „Bio-Tattoos“ erzeugten. Gegen die Kälte half das bhutanische Nationalgericht: Ema Datshi, also Chilis mit Käsesoße. Hört sich aber schärfer an, als es tatsächlich ist, probieren sollte man es auf jedem Fall.

In jedem Restaurant, Shop, Kloster oder sonstigen zugänglichen Einrichtungen, egal ob privat oder staatlich, begegnet einem das Königspaar. Also per Foto,. Dies ist zuerst befremdlich, doch lernt man schnell, dass die Untertanen Ihre königliche Hoheit und seine junge Königin sehr wertschätzen. Der König versucht das Volk sanft in die Moderne zu führen, und soweit wir das mitbekommen haben, leistet er sehr gute Arbeit. Schade ist es trotzdem, dass man sich in Bhutan nur mit Guide fortbewegen darf, doch war diese Begleitung stets aufmerksam, freundlich und hilfreich.

Nach diesen Tagen des erlebten lebendigen Buddhismus freuten wir uns aber wieder auf das quirlige Kathmandu. Wir verbrachten noch einige Tage im „Kathmandu View Hotel“, in dem wir auch einige Ausrüstungsgegenstände, die wir in Bhutan nicht benötigten, kostenfrei hinterlegt hatten. Es gab in der Stadt noch einiges zu Fuß zu entdecken, also im Gänsemarsch rein ins Gewühl.

Pema, die Managerin und gute Seele des Hauses, versorgte uns während der Zwangsverlängerung durch Flughafenschließung (4 Tage wegen einer liegen gebliebenen Maschine) mit den wenigen spärlichen Informationen, die verlautet wurden. Westeuropäisches Anspruchsdenken (das muss doch schneller gehen) gegen asiatische Gelassenheit (es dauert so lange es dauert, genießt den Urlaub).

Die ungewisse Wartezeit strapazierte die Nerven, doch in der Gruppe konnten wir lachen und wenn nötig trösten und getröstet werden. Pema organisierte zur Ablenkung noch einen Ausflug: Das siebente und letzte Weltkulturerbe Nepals: Changu Narayan.

Schließlich wurde der Flughafen endlich wieder geöffnet, Diamir organisierte neue Tickets und es hieß Abschied nehmen. Abschied von einer tollen Reisegruppe und einem faszinierenden Land. Es war unser erster Asienurlaub und er hat Lust auf mehr gemacht. Wir erhielten einen Einblick, bekamen mehr als nur eine Ahnung und haben gelernt: Asien ist wie Europa, nur halt anders.

Es grüßen Sie,

Neue Asienfans

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